𝗡𝗲𝘂𝗲𝘀 𝗝𝗮𝗵𝗿, 𝗻𝗲𝘂𝗲𝗿 𝗕𝗹𝗶𝗰𝗸…
Bitte nicht auf Vorsätze, auf die du eh keine Lust hast – sondern auf das, was du (für) wahr nimmst.
Wie schnell wir in Bewertungen und Annahmen rutschen, merken wir oft erst, wenn wir die Reaktion darauf bemerken. Ist mir zuhauf passiert, da ich extrem wertend unterwegs war. Ich lade dich hier und jetzt ein, einen Moment innezuhalten und dir zu erlauben, beim Lesen mal nur versuchen zu verstehen; kein „stimmt“ oder „stimmt nicht“ dran zu schreiben.
𝗭𝘄𝗲𝗶 𝗸𝗹𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗜𝗺𝗽𝘂𝗹𝘀𝗲 aus der Praxis, 𝗱𝗶𝗲 𝗺𝗶𝗿 𝘀𝗲𝗵𝗿 𝗴𝗲𝗵𝗼𝗹𝗳𝗲𝗻 𝗵𝗮𝗯𝗲𝗻:
- 𝘼𝙪𝙨𝙩𝙖𝙪𝙨𝙘𝙝𝙚𝙣 𝙙𝙖𝙧ü𝙗𝙚𝙧, 𝙬𝙖𝙨 𝙞𝙘𝙝 𝙨𝙚𝙝𝙚 (Danke, liebe @Tina Wegmeyer für diese so wertvolle Erfahrung, an die ich so gern zurückdenke)
• Wir verabredeten uns auf der KÖ(nigsallee in Düsseldorf) auf einen Kaffee
• Wir erzählten uns, was wir gerade sehen – ohne Bewertung, ohne Urteil – und hinterfragten, was „es“ ausmacht
• Die Erkenntnis: es ist gar nicht so einfach - 𝙄𝙘𝙝 𝙣𝙚𝙝𝙢𝙚 𝙬𝙖𝙝𝙧 – 𝙞𝙘𝙝 𝙨𝙩𝙚𝙡𝙡𝙚 𝙢𝙞𝙧 𝙫𝙤𝙧 (von Herzen Danke für deinen Podcast „Gestalt-Café“, liebe @Katharina Renke (hier: Folge #15 mit Alexander Kopp))
Setze dich zu zweit gegenüber und sage abwechselnd, was du siehst:
• „Ich sehe dich da sitzen.“
• „Hinter dir hängt ein Bild an der Wand.“
Danach teilst du, was sich in deiner Vorstellung abspielt:
• „Ich stelle mir vor, dass du dir Gedanken darüber machst, was du als nächstes sagen sollst.“
• „Ich stelle mir vor, dass du Hunger hast nach der langen Zeit im Sitzen.“
Schließlich Wahrnehmung und Vorstellung verbinden:
• „Ich nehme die fünf Farben im Bild hinter dir wahr und stelle mir vor, dass du gerne bunte Dinge magst.“
• „Ich nehme wahr, dass du leicht nach vorne gebeugt sitzt und stelle mir vor, dass dein Rücken müde ist.“
𝗗𝗮 𝘀𝘁𝗲𝗰𝗸𝘁 𝗻𝗲 𝗠𝗲𝗻𝗴𝗲 𝗱𝗿𝗶𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗲𝗿𝗶𝗻𝗻𝗲𝗿𝘁 𝗺𝗶𝗰𝗵 𝗮𝗻 𝗞𝗼𝗻𝗳𝗹𝗶𝗸𝘁𝗲 𝗺𝗶𝘁 𝗮𝗻𝗱𝗲𝗿𝗲𝗻:
Vielleicht beuge ich mich im Sitzen vor, weil ich so meinen linken Fuß entlaste, der gebrochen war.
Vielleicht setze ich mich auf einen zweiten Stuhl, weil ich denke, als erste aufzustehen ist dir unangenehm.
Vielleicht habe ich den Stuhl geschenkt bekommen und ich traue mich nicht, ihn zu entsorgen obwohl ich ihn total blöd finde.
🧡 𝗠𝗲𝗶𝗻 𝗟𝗲𝗮𝗿𝗻𝗶𝗻𝗴: Unsere inneren Filter formen ständig, was wir sehen. Ein Urteil ist erstmal hilfreich, um Risiken zu erkennen – dies sollte jedoch hinterfragt werden, ob es wirklich „wahr“ ist oder ich es „für wahr nehme“. 🧡
👉𝗠𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗙𝗿𝗮𝗴𝗲 𝗮𝗻 𝗱𝗶𝗰𝗵: Was hast du übersehen, als du etwas gesehen hast, ohne es zu sehen?
Dieser Beitrag ist auf LinkedIn erschienen am 06.01.2026
